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Die erste mehrtägige Seniorenfahrt führte 48 Personen aus der Gemeinde nach Berlin.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Donnerstag frühmorgens in Münchhausen. Nach der Ankunft in Berlin fand zunächst eine Stadtrundfahrt statt, bevor im zentral gelegenen Hotel Ellington die Zimmer bezogen wurden.
Die Stadtrundfahrt, bei der uns eine Stadtführerin begleitete, führte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Begonnen wurde am Schloss Charlottenburg mit seiner großzügig angelegten Freianlage. Danach fuhren wir weiter, vorbei am Potsdamer Platz, an dem Mahnmal für die ermordeten Juden Europas bis zu der Stelle an der im Jahre 1985 die damalige DDR-Regierung die sich an der Grenzmauer befindliche Versöhnungskirche sprengen lies. Nach der Wiedervereinigung erhielt die Kirchengemeinde, das Grundstück, auf der sich die Kirche befand, zurück. Die Kirchengemeinde erbaute dort die „Kapelle der Versöhnung“. Die Stadtführerin hatte vorab auf den wundervollen Klang im Innenraum hingewiesen. Bei der Besichtigung wurde dann spontan das Lied „ Großer Gott, wir loben Dich“ angestimmt, so dass sich alle Anwesenden davon überzeugen konnten.
Weiter ging es vorbei am Reichstagsgebäude, dem Bundeskanzleramt, der „Fanmeile“, dem Kaiserdom, der Museumsinsel, dem Alexanderplatz bis hin zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Nach dem Einchecken im Hotel und dem Abendessen war der Rest des Abends zur freien Verfügung.
Bereits am Freitag hatten uns die aktuellen Ereignisse eingeholt und verlangten eine Programmänderung. Wegen der Vereidigung des Bundespräsidenten mussten wir unseren geplanten Besuch im Bundestag verlegen. Stattdessen stand für den Vormittag ein Besuch im Mauermuseum an. Hier wurde uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie die Teilung Deutschlands durch die damalige DDR-Regierung organisiert und durchgeführt worden war und welche Folgen sie für die Bürgerinnen und Bürger hatte.
Im Anschluss daran fand eine weitere kleine Stadtrundfahrt durch Berlin-Kreuzberg statt.
Am Nachmittag konnte dann aber, wie geplant, der Besuch im Bundeskanzler(innen)amt stattfinden.
Beeindruckt von der Größe der Empfangshalle, aber auch des Gebäudes an sich, meinte man sich in einem Palast zu befinden. Wie wir dann aber erfuhren, arbeiten 500 Personen im Bundeskanzleramt der Bundeskanzlerin zu. Zudem dient das Bundeskanzleramt auch dem Empfang ausländischer Regierungschef, daher sei die Größe gerechtfertigt. Jeder hatte seine eigene Meinung dazu.
Auch der zweite Abend stand zur freien Verfügung. Kaum einer blieb im Hotel. Viele besuchten bei den wunderbaren sommerlichen Temperaturen die Hackischen Märkte, das Nikolaiviertel oder schlenderten am Ku´Damm entlang.
Am Samstag stand die nächste Programmänderung auf dem Plan.
Morgens besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Ehemalige Insassen der zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR führten uns durch die Räume und berichteten von den Schikanen, denen die ausschließlich politischen Gefangenen bis 1989 ausgesetzt waren. Dieses Erlebnis war sehr bedrückend.
Am frühen Nachmittag wurde dann der Besuch des Bundestages nachgeholt. Eine Mitarbeiterin des Bundestages erläuterte die Arbeitsweise des Bundestages, der dazugehörenden Ausschüsse und die Tätigkeit der Bundestagsverwaltung, mit rund 2.600 Beschäftigten.
Danach ging es zunächst zurück ins Hotel, um rechtzeitig das Spiel Deutschland – Argentinien ansehen zu können. Gestärkt von dem Erfolg fuhren wir direkt nach dem Spiel, meistens in einem Autokorso, umgeben von einem Meer Deutscher Fahnen, nach Charlottenburg, um eine rund dreistündige Spreefahrt zu machen.
Vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten Berlins, konnten wir überall ausgelassen feiernde Menschen beobachten. Dieser guten Stimmung konnte man sich nicht entziehen. Es war ein herrlicher Abend, der viel zu schnell zu Ende ging.
Am Sonntag wurde nach dem Frühstück ausgecheckt. Am letzten Tag der Reise stand Potsdam und Schloss Sanssouci an. Auch hier erhielten wir von unserer Reiseführerin viele detaillierte Informationen und nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Schlosspark und dem Mittagessen in dem Restaurant Moorlake, welches wunderschön an der Havelbucht gelegen ist, traten wir die Heimreise an.
Alles in allem war es eine wunderschöne Reise, die seinesgleichen sucht.
Die Gemeinde bietet eine weitere Fahrt Anfang Oktober an, bei der noch einige wenige Plätze frei sind.