Ständig steigende Nitratkonzentrationen von rund 15 mg/l in den 60er Jahren bis auf Werte zwischen 40 und 45 mg/l in den letzten Jahren begründen einen Handlungsbedarf, um den Trinkwasserbrunnen in Simtshausen weiterhin nutzen zu können.
Aufbauend auf einem Beratungsprojekt zur gewässerschonenden Landbewirtschaftung im Wasserschutzgebiet Simtshausen, das vom Wasser- und Bodenverband Marburger Land durchgeführt wurde, hat der Gemeindevorstand im April 2003 die dazu notwendige Nitrataustragsgefährdungskartierung (NAG) in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden im März 2004 vorgelegt, darauf basieren die Bewirtschaftungskonzepte für die einzelnen Flächen.
Im September 2004 wurde eine Förderung von 50% der für 2005-2007 benötigten Mittel von rd. 118.000,-- Euro bewilligt. Damit können die Landwirte, die mit der Gemeinde eine Kooperationsvereinbarung abschließen, für Einschränkungen durch die gewässerschonende Landbewirtschaftung entschädigt werden. Im Januar 2005 wurde mit dem Wasser- und Bodenverband "Marburger Land" ein Werkvertrag über die Gesamtkoordination zur Erstellung eines Beratungskonzeptes einer gewässerschonenden Landbewirtschaftung abgeschlossen. Die Vorbereitungen der Kooperationsverträge mit den Landwirten haben begonnen.
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