| 1200/1220 |
Der Ort Simtshausen wird im Wetterschen Mannlehenverzeichnis als "Sigemanhusen" erstmals erwähnt.
|
| 1230 |
Das Kloster Haina erwirbt in Simtshausen ein Gut.
|
| 1294 |
Der Stiftshof in Warmshausen, das sich an der Stelle der heutigen Schlagpfütze befand, kommt an das Kloster Caldern.
|
| 21. Sept. 1309 |
Ritter Volpert von Frohnhausen verkauft die Mühle an die Johanniter in Wiesenfeld, von denen sie bzw. die umgebenden Ländereien an das Kloster Haina gelangte. Bei der Mühle handelt es sich um die Herrenmühle in Mittel-Simtshausen.
|
| 1309 |
Für Simtshausen erfolgen die Bezeichnungen Symanneshusen, Synameshuss und Simenshusen.
|
| Um 1400 |
Die Bewohner von Warmshausen, in der heutigen Gemarkung von Simtshausen, geben den Ort auf.
|
| 1423/1490 und 1510 |
Die von Treisbach werden vom Erzstift Mainz, später von den Landgrafen mit dem fischbaren Wasser vor dem Musewinkel (Flurname Mosswinkel, 2 km südöstlich Schlagpfütze), daß vor Westen “herab gehit bisz uff der Monchusen Wasser” (das ist die Wetschaft) belehnt.
|
| 1461/1470 |
Eine Reihe von Wiesen bei Simtshausen gehören dem Stift Wetter. Mehrere von ihnen hatte Hermann von Biedenfeld und die Stiftsjungfer Sophie von Hatzfeld eingebracht.
|
| 1470 |
Zu den Stiftsländereien des Pleban Mengotus Snell wird die Schybelwise und Erlinwise zu Simtshausen genannt. Diese entsprechen einem heute als “Kaplanswiesen” bezeichneten Flurstück in Mittel-Simtshausen. Hier liegen zu dieser Zeit die umfangreichsten Ländereien des Klosters Haina.
|
| 1486 |
Euricius Cordus (lateinischer Name) berühmter Arzt und Gelehrter wird in Simtshausen geboren.
|
| 1486 |
Zu dieser Zeit hat Simtshausen schon eine Kirche.
|
| Im 15. Jh. und früher |
Eine Landwehr der hessischen Binnenhege schützt die Streusiedlung Simtshausen an einer Furt der Weinstraße durch die Wetschaft.
|
| Im 15. Jh. |
Simtshausen ist dem Dekanat Kesterburg zugehörig.
|
| Um 1500 |
Ein Schlagbaum, der die Straße Richtung Wetter über die Wetschaft bei Ober-Simtshausen sichert, befindet sich an der Amts- und Zollgrenze zwischen dem Gericht Münchhausen und dem Amt (Stadt) Wetter.
|
| 23. Jan. 1527 |
In der hiesigen Gegend wird die Reformation offiziell eingeführt. Das bisher römisch-katholische Kirchspiel Kesterburg, zu dem auch Simtshausen gehört, wird evangelisch.
|
| 1535 |
Euricius Cordus stirbt in Bremen.
|
| Um 1550 |
Südlich von Ober-Simtshausen bei der Herrenmühle bildet sich Mittel-Simtshausen.
|
| 1570/71 |
Ober-Simtshausen gehört zum Gericht Münchhausen, scheint aber zu dieser Zeit wie auch später keine eigene Gemeinde gebildet zu haben.
|
| 1574 |
Der Weiler Schlagpfütze wird erstmals als “Schlag-Pfutzen” erwähnt.
|
| 1597 |
Im Kirchspiel Kesterburg sterben 560 Menschen an der Pest.
|
| 1629/1630 |
In Simtshausen wird eine Försterei genannt.
|
| 1630 u. später |
Mittel-Simtshausen gehört zum Gericht Münchhausen.
|
| 1681 |
Ober- mit Mittel-Simtshausen hat 10 hausgessene Mannschaften.
|
| Im 18. Jh. |
Aus Ober-Simtshausen werden noch Abgaben an das Hospital Wetter gezahlt.
|
| 1788 |
Das Steuerkataster für die Dorfschaft Münchhausen mit Simtshausen ist fertiggestellt.
|
| 1832-1889 |
In diesem Zeitraum erfolgt die sogenannte “Ablösung”, d.h. leisten die Bauern Abstandszahlungen an ehemaligen Grundherren.
|
| 1890 |
Nach dem Bau der Eisenbahnstrecke Sarnau-Frankenberg erfolgt die Einweihung. Simtshausen hat einen Bahnhof.
|
| 1. Okt. 1890 |
Die Kinder von Unter-Simtshausen werden endgültig von der Schule Niederasphe in die Schule von Ober-Simtshausen zugewiesen.
|
| 1910-12 |
Die Umlegung (Flurbereinigung) wird in der Gemarkung durchgeführt. Der Abschluß der Maßnahme erfolgt allerdings erst in 1920.
|
| 1911 |
Gründung des Radsportvereins (RSV) Simtshausen.
|
| Ende März 1914 |
Auf dem Simtshäuser Friedhof erfolgt die erste Beerdigung. Vorher wurden die Toten aus dem Ort auf dem Christenberg bestattet.
|
| 1914-18 |
1. Weltkrieg. |
| 1925 |
Die Ortsteile Ober-und Mittelsimtshausen sowie Schlagpfütze werden von Münchhausen abgetrennt und bilden nunmehr die selbständige Gemeinde Simtshausen.
|
| 1929-34 |
Simtshausen baut zusammen mit den Dörfern Todenhausen, Nieder-und Oberasphe sowie Wollmar eine Wasserversorgungsanlage. Der Schulborn in Ober-Simtshausen liefert das Wasser.
|
| 1935/36 |
In Simtshausen wird eine Kirche errichtet. Der Architekt Dr. Karl Rumpf aus Marburg hat die Kirche geplant und sie auch eingerichtet. Die feierliche Einweihung erfolgt am 5. Juli 1936.
|
| Ab 1937 |
Die Ev. Kirchengemeinde Simtshausen wird dem Kirchspiel Niederasphe zugeordnet. Zuvor gehörte sie zum Kirchspiel Christenberg.
|
| 1939-45 |
2. Weltkrieg.
|
| 1958 |
Im RSV Simtshausen wird eine Fußballabteilung gegründet. Der erbaute Sportplatz (Rasenplatz) befindet sich im Ortsteil Schlagpfütze an der Straße nach Mellnau.
|
| 15. Mai 1965 |
Die Mittelpunktschule “Oberes Wetschaftstal” in Münchhausen wird in Betrieb genommen. Schüler aus Simtshausen besuchen diese Schule.
|
| 1972 |
Das Dorgemeinschaftshaus Simtshausen wird feierlich eingeweiht.
|
| 1. Juli 1974 |
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform werden die bisher selbständigen Gemeinden Münchhausen, Simtshausen, Nieder-und Oberasphe sowie Wollmar zur Großgemeinde Münchhausen am Christenberg zusammengeschlossen.
|
| 1985 |
Der neugebaute Sportplatz (Hartplatz) wird eingeweiht.
|
| 1997/98 |
An der östlichen Giebelseite des Dorfgemeinschaftshauses erfolgt der Anbau des neuen Feuerwehrgerätehauses.
|
| Januar 2000 |
Simtshausen hat nun 513 Einwohner.
|